Lechgau stimmt sich auf Adventszeit ein

Mit ganz feinen Weisen eröffneten die Bläser der Musikkapelle Reichling das Lechgau-Adventsingen in der Stoffener Pfarrkirche „Mariae Heimsuchung“. Anton Auer, Vorstand der „Fuchsbergler“ Stoffen, freute sich besonders auf die Anwesenheit von Bürgermeister Klaus Flüß und den neuen Pfarrer Thomas Herz. Auch Gauvorstand Franz Multerer sowie dessen Vorgänger Florian Echtler konnte er unter den Zuhörern begrüßen. Die Familienmusik Auer, der Rotter Männerdreigsang, das Volksmusikensemble Burggen, die Hurlacher Klarinettenmusik sowie die Geschwister Kirchhofer stimmten mit Musik- und Gesangsbeiträgen auf die „staade Zeit“ ein. Diakon Florian Kopp stellte zwischen den Stückln in vier Etappen die Innenaustattung der Kirche vor und bemerkte dabei, dass das Kirchenpatrozinium „Mariae Heimsuchung“ sich sehr mit der Abstammung und Menschwerdung Jesu beschäftige, was ja auch das große Thema im Advent ist.

Gaumusikwart Michael Fleschhut bedankte sich bei allen Mitwirkenden und wünschte eine besinnliche, ruhige Vorweihnachtszeit. Außerdem lud er alle Anwesenden zum Kaffeetrinken ins Stoffener Feuerwehrhaus.

Beendet wurde die besinnliche Stunde mit dem gemeinsamen Singen von „Macht hoch die Tür“ und auf dem Kirchenvorplatz spielten die Thaininger Alphornbläser noch zum Ausklang. Ganze 380 Euro warfen die Besucher in die bereitgestellten Opferkörbe, der Stoffener Trachtenverein wird sie an ein Sozialprojekt im Raum Landsberg spenden.

Gupressewart Stephan Schütz

 

Jugendleiterbesprechung ohne Wahl-Erfolg

Zur jährlichen Jugendleiterbesprechung des Lechgaues konnte erster Gaujugendleiter Martin Probst  zahlreiche Jugendleiter aus den Gauvereinen im Apfeldorfer Probeheim begrüßen.  Unter den Anwesenden waren neben den beiden Gauvorständen Franz Multerer und Anton Auer noch fünf weitere Mitglieder des Gauausschusses, was den hohen Stellenwert der Jugendarbeit im Lechgau unterstreicht. Nachdem zweite Gaujugendleiterin Birgit Nöß das Protokoll der letztjährigen Besprechung verlesen hatte, stellten sich die neugewählten Vereinsjugendleiter vor. Neue Jugendleiter im Lechgau sind Franz Rambach aus Seestall, Claudia Nöß aus Steingaden sowie Phillip Werbach aus Neu-Ulm.

Danach zog Martin Probst über das vergangene Lechgaujahr Bilanz. Der maskierte Jugendvolkstanz in Hohenfurch mit 170 Jugendlichen schlug alle Rekorde bezüglich der Teilnehmerzahlen und war ein voller Erfolg. Auch wurde in Steingaden der Gaujugendtag sowie in Rottenbuch ein Jugendpreisplatteln abgehalten. Anschließend wurden gleich die Festlichkeiten für das kommende Jahr vergeben.

Der maskierte Jugendvolkstanz findet  nächstes Jahr in Schongau statt und der Gaujugendtag wird  in Peiting abgehalten. Außerdem wird im August wieder eine einwöchige Jugendbildungsmaßnahme in Utting am Ammersee angeboten.

Auch der neue Gauvorstand Franz Multerer war bei der Besprechung anwesend und lobte das Engagement der Jugendleiter.  Außerdem hob er hervor, dass die Jugendarbeit das Fundament ist, um junge Leute für die Trachtensache zu begeistern und ihre Einstellung dazu zu festigen.

Zum Schluss der Besprechung folgten die turnusgemäßen Neuwahlen der Gaujugendleiter. Birgit Nöß aus Steingaden wurde einstimmig in ihrem Amt als zweite Gaujugendleiterin für weitere drei Jahre gewählt. Martin Probst aus Hofstetten stellte sich, wie schon im Vorjahr angekündigt, als erster Gaujugendleiter nicht mehr zur Wahl. Da sich in der Versammlung aber kein Nachfolger finden konnte, willigte er ein, sein Amt kommissarisch bis zum Frühjahr 2013 weiterzuführen. Somit hat der Lechgau über den Winter erneut Zeit, einen Nachfolger für dieses wichtige und verantwortungsvolle Amt zu suchen.

Stephan Schütz

 

Mit 106 Stimmen wurde Franz Multerer (links) zum neuen Gauvorstand gewählt. Florian Echtler freute sich über seinen kompetenten Nachfolger.

 

Franz Multerer führt den Lechgau an

Souverän führte Florian Echtler durch seine 44. und letzte Gauversammlung in der Apfeldorfer Mehrzweckhalle. Auch der ehemalige Landsberger Landrat Erwin Filser und Apfeldorfs Bürgermeister Georg Epple waren anwesend und zollten der Trachtensache sowie der Arbeit des scheidenden Gauvorstands höchsten Respekt.  Nach den ausführlichen Berichten der Vorstandschaft sowie der Sachgebietsleiter zog Florian Echtler ein Resümee über seine 22-jährige Amtszeit als Gauvorstand. So leitete er neben den 44 Gauversammlungen über 70 Ausschusssitzungen, zwei Landesverbandstagungen und hatte das Glück, dass sich jedes Jahr ein Verein fand um ein Gaufest auszurichten. Auch das Preisplatteln um den bayerischen Löwen fand einmal im Lechgau statt.  Ein Höhepunkt in seiner Amtszeit war das große Freilichtspiel „Feuer und Flamme“, welches im Rahmen des Schongauer Sommers 2008 aufgeführt wurde. Auch bedankte er sich bei allen Mitstreitern, die mit ihm zusammen im Gauausschuss gewirkt haben. Nach diesem Rückblick blieb es dem zweiten Gauvorstand Anton Auer übrig, sich im Namen des Gauausschusses und aller Lechgauvereine bei Florian Echtler für seine Leistung zu bedanken.

Zwei verdienten Trachtlern konnte Echtler an dieser Versammlung noch das Gauehrenzeichen in Silber überreichen. Zum einen an Benedikt Schmid aus Reichling, der als zweiter und erster Vorstand viele Jahre die Geschicke der „Wurzbergler“ leitete. Zum anderen an Rupert Fischer, den ersten Vorstand vom „Bayerischen Rigi“ Hohenpeißenberg, der schon über 20 Jahre in der Vorstandschaft tätig ist.

Mit einer großen Mehrheit von 106 Stimmen wählten die 112 Gaudelegierten in der Apfeldorfer Mehrzweckhalle Franz Multerer  zum neuen Gauvorstand des Lechgautrachtenverbandes. Er wird in Zukunft für die Geschicke des Gaues verantwortlich sein und löst Florian Echtler, Steingaden nach seiner 22-jährigen Amtszeit ab. Der neue Lechgauvorstand kann sich auf eine erfahrene Vorstandschaft verlassen, denn sein Stellvertreter Anton Auer aus Stoffen, Kassier Josef Häusler, Kaufbeuren, sowie Schriftführer Andreas Bemsel, Seestall wurden in ihren Ämtern bestätigt. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden Trachtenpflegerin Christl Wagner, Peiting, die beiden Revisoren Anton Nöß, Steingaden und Peter Rambach, Seestall, Pressewart Stephan Schütz, Peiting, sowie die Beisitzerin Rosi Geiger, Apfeldorf. Neu im Gauausschuss sind Josef Fiederer, Landsberg, in Zukunft für das Sachgebiet Mundart, Brauchtum und Laienspiel zuständig. Außerdem wurden drei neue Beisitzer gewählt: Matthias Strauß, Steingaden, Franz Linder, Hohenfurch sowie Markus Wölfle, Schongau. Die bereits zuvor in den jeweiligen Sachausschusssitzungen gewählten Vorplattler und Dirndlvertreterinnen Florian Schamper, Apfeldorf Tobias Lutz, Steingaden  Hedwig Probst, Hofstetten und Anna Knappich, Hohenpeißenberg wurden genauso wie Volksmusikwart Michael Fleschut, Westendorf von der Versammlung in ihren Ämtern bestätigt. Die beiden Jugendleiter Martin Probst, Hofstetten und Birgit Nöß, Steingaden bleiben weiter im Amt, die Neuwahlen hierzu sind erst im November in der Jugendleiterbesprechung.

Nach den Neuwahlen übergab Echtler dem neuen Gauvorstand Franz Multerer das Wort, um die Versammlung weiterzuführen. Dieser bedankte sich bei den ausgeschiedenen Ausschussmitgliedern Maria Schweiger, Epfach, Paul Dreer, Hohenpeißenberg und Leonhard Bauer, Peiting. Außerdem führte er aus, dass der Lechgau zwar der kleinste aller Trachtengaue sei, aber sich immer gut nach außen präsentiere. Dies soll auch während seiner Amtszeit so bleiben.

Zum Schluss der Versammlung übergab er das Wort noch einmal an Florian Echtler und meinte, er solle doch seine letzte Versammlung die er eröffnet hat auch beschließen.

Stephan Schütz

 

Vorplattler mit neuer Führungsriege

Einstimmig wählten die Vertreter aus den 19 Lechgauvereinen ihre neue Plattlerspitze bei der Vorplattlerprobe im Schongauer Trachtenheim.  Der neue Gauvorplattler kommt aus Apfeldorf und heißt Florian Schamper. Sein neuer Stellvertreter ist Tobias Lutz aus Steingaden. Erste Dirndlvertreterin Hedwig Probst aus Hofstetten, schon seit 12 Jahren im Amt, wurde für eine weiter Periode gewählt. Mit Anna Knappich aus Hohenpeißenberg rückt eine neue Stellvertretern an ihre Seite.

Aus ihren Ämtern geschieden sind Matthias Strauß aus Steingaden, der insgesamt neun Jahre als zweiter und erster Gauvorplattler wirkte. Hans Benedikt aus Böbing, der  für drei Jahre den Stellvertreterposten übernahm, schied ebenfalls aus. Auch Christiane Balzarek aus Seingaden, die elf Jahre als zweite Gaudirndlvertreterin wirkte, trat nicht mehr zur Wiederwahl an. Sie alle erhielten von ihrer jetzt ehemaligen Kollegin Hedwig Probst eine kleine Photoauswahl zur Erinnerung an gemeinsame Zeiten. 

Vor der Neuwahl konnte Matthias Strauß auf ein umfangreiches Veranstaltungsjahr zurückblicken.  Ein großer Erfolg war die Teilnahme am „Bayerischen Löwen“, bei dem der Lechgau fünf Einzelsieger, sowie die beiden Gruppensieger stellte. Auch die Auftritte beim Zentrallandwirtschaftsfest stellte er als ewas Besonderes heraus.

Gauvorstand Florian Echtler bemerkte, dass ihn das saubere Auftreten und die Plattlerleistung im Lechgau immer sehr mit Stolz erfülle. Der neuen Sachgebietsspitze gab er mit auf den Weg, dieses hohe Niveau zu halten.

Dass auf einer Vorplattlerprobe nicht nur gewählt und berichtet wird, versteht sich ja von selbst und so wurde noch gemeinsam geplattelt. Auch der gastgebende Verein „Schloßbergler“ Schongau zeigte Auftritte mit seiner Plattlergruppe.

 

Trachtler inspizieren den Landtag

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Renate Dodell durften die Gewinner des Preisplattelns um den Bayerischen Löwen aus dem Lechgauverband den Bayerischen Landtag besuchen.

Die jungen Trachtler aus Peiting und Steingaden konnten dabei eine Ausschusssitzung zum Kommunalen Finanzausgleich mitverfolgen und hatten nach einem informativen Rundgang durch das Parlament Gelegenheit zur ausführlichen Diskussion mit Ihrer Abgeordneten im Plenarsaal. Renate Dodell erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Sitzordnung im Plenum und beantwortete geduldig alle Fragen. Besonders erfreute die Trachtler natürlich die Aussicht auf 60.000 Euro zusätzliche Fördergelder, die im Nachtragshaushalt 2012  für den Bayerischen Trachtenverband vorgesehen sind.

Nach einer kleinen Stärkung in der Landtagsgaststätte führte der ehemalige Landtagabgeordnete Johann Neumeier die Gruppe mit viel Leidenschaft und Fachwissen durch die geschichtsträchtigen Räume des Residenzmuseums und die prunkvolle Sammlung in der Schatzkammer.

 

Stattliche Spende für die Wallfahrtskirche

Auch wenn es im weiteren Umland frühmorgens noch gar nicht danach aussah, am Hohen Peißenberg rissen die Wolkendecken bereits auf. Kein Wunder, denn die Trachtler des Lechgaues zogen betend auf den Bayerischen Rigi und hatten einen Scheck in Höhe von 2100 Euro zur Renovierung der Wallfahrtskirche dabei.

Seit über 60 Jahren gehört es zur festen Tradition im Lechgau-Trachtenverband, anfang September zum Gnadenbild der Muttergottes auf den Hohen Peißenberg zu wallfahrten. Wer sich trotz dem vermeintlich schlechten Wetters frühmorgens auf den Weg machte, der wurde beim Fußmarsch zur Wallfahrtskirche mit einem ganz besonderen Anblick belohnt. Die tiefhängenden Wolkendecken gaben plötzlich den Blick auf die Bergspitzen frei und während die knapp 400 Trachtler weiter Richtung Wallfahrtskirche zogen, rissen die Wolkenteppiche immer mehr auf. Das letzte Stück Weg wurden die Wallfahrer von der Blaskapelle Forst begleitet, die später auch die Totenehrung umrahmte.

Bei der Glockenweihe an Mariae Himmelfahrt hatte der Lechgau ein stimmungsvolles Mariensingen in der Wallfahrtskirche veranstaltet. Der Erlös daraus waren nun stolze 2100 Euro, die Gauvorstand Florian Echtler an Bürgermeister Thomas Dorsch und Pfarrer Hans Speckbacher zu Beginn des Gottesdienstes überreichte. "Wenn an Kirchweih erstmals die neuen Glocken erklingen, dann habt ihr auch einen Beitrag dazu geleistet" dankte Thomas Dorsch für diesen stattlichen Betrag. Der Rotter Männerdreigesang und das Harfenduo Barnsteiner-Baab sorgten für eine passende Umrahmung der Messfeier und gleich im Anschluß versammelten sich alle am Ehrenmahl vor der Wallfahrtskirche. Dieses Totengedenken ist seit über 20 Jahren würdiger Rahmen zur Übergabe der Gaustandarte. Fünf Einsätze hatte die Fahnenabordnung aus Hohenpeißenberg im vergangenen Jahr und mit einem kurzen Prolog übernahm der neue Fähnrich Gerhard Mehr vom Trachtenverein Kaufbeuren das Banner des Lechgaues.

Rosi Geiger

 

Stimmungsvolles Mariensingen auf dem Hohen Peißenberg

Mit einem knapp eineinhalbstündigen Mariensingen zeigte der Lechgau seine Verbundenheit zur Wallfahrtskirche auf dem Hohenpeißenberg. An Maria Himmelfahrt wurden in Hohenpeißenberg die neuen Glocken geweiht, abends dann wurde vom Lechgau ein Benefizsingen für die neuen Glocken veranstaltet.  Mit dem Lied „Du schöne Himmelsfrau“  begannen die Bläser von der  Empore herab den musikalischen Ohrenschmaus in der voll besetzten Kirche. Auch die Geschwister Kirchhofer aus Burggen, der Rotter Männerdreigsang, das Peitinger Harfenduo, die SMS-Musi aus Böbing, „Neunerloa“ aus Hohenpeißenberg sowie die Sunnscheinmusi trugen mit ihren Musik- und Gesangsstücken zu einem gelungenen Abend bei. Unterbrochen wurden die verschiedenen Musikbeiträge von Lesungen, die von Brauchtumswartin Maria Schweiger vorgetragen wurden. Auch Gauvorstand Florian Echtler und Hohenpeißenbergs Bürgermeister Thomas Dorsch zeigten sich begeistert von der musikalischen Leistung aller Gruppen, und sprachen dem Organisator, Gauvolksmusikwart Michael Fleschhut großes Lob aus. Zum Schluss kamen auch noch die zahlreichen Zuhörer zum Einsatz, denn das Mariensingen wurde mit dem bekannten Marienlied  „Segne du Maria“ , gesungen von allen Anwesenden, beendet.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Lechgaujugend zeigt ihr Können

Zahlreiche Zuschauer und Eltern ließen es sich trotz des wunderschönen Sonntags nicht nehmen, den rund 400 Kindern und Jugendlichen aus dem Lechgau im Zimmerstadel in Steingaden bei ihrem großen Jugendtag mit zahlreichen Auftritten beizuwohnen.

Mit einem gemeinsamen Auftanz eröffneten Kinder und Jugendliche aus allen 16 teilnehmenden Vereinen den 44. Gaujugendtag des Lechgaues.

Mit Sternpolka, Mühlrad, Gamssprung und weiteren Tänzen zeigten die jungen Trachtler stolz, was sie mit ihren Jugendleitern in gemeinsamer Probenarbeit erlernt hatten.

Eine besondere Ehrung wurde dem ehemaligen Jugendleiter aus Steingaden, Anton Nöß zuteil. Für seine 18jährige Tätigkeit als Jugendleiter wurde er mit dem Ehrenzeichen der bayerischen Trachtenjugend in Gold ausgezeichnet. Gemeinsam mit Peter Huber, Beisitzer der bayerischen Trachtenjugend überreichte Gaujugendleiter Martin Probst ihm diese besondere Ehrung.

Auch Gauvorstand Florian Echtler war sichtlich begeistert über die vielen Jugendlichen, die trotz Ganztagsschulen und dem damit verbundenen immer größer werdenden Leistungsdruck, immer noch Zeit und Freude am Platteln, Drehen und Volkstanz haben.

Auch nach den Auftritten war für die angereisten Kinder und Jugendlichen noch so einiges geboten. Der Trachtenverein Steingaden hatte einige Geschicklichkeitsspiele im Freien vorbereitet. So konnten sich der Trachtlernachwuchs noch am Bockstechen, Zielwerfen und ähnlichen Spielen den Nachmittag vertreiben.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Gausingen mit überraschender Ehrung

Über 200 Zuschauer und Mitwirkende fanden sich in der Schlossberghalle in Peiting zum Lechgausingen und –musizieren ein und erlebten einen unterhaltsamen Abend. Dreizehn verschiedene Volksmusik- und Gesangsgruppen zeigten ein breit gefächertes Repertoire echter bayerischer Volksmusik.

Nachdem der Männerchor aus Peiting den Abend stimmgewaltig eröffnete, wurde dessen Chorleiter Alfred Haslauer von Peitings Trachtenvorstand Franz Thiel zum Ehrenmitglied ernannt. Schon seit 36 Jahren leitet er den Männerchor und ist auch Gründungsmitglied der Peitinger Sänger, hat sich also beispielhaft für Volksmusik und Gesang eingesetzt. Grund genug für die Vorstandschaft des Trachtenvereins „Alpenrose“, ihn zum Ehrenmitglied des Vereins zu ernennen.

Mit den Epfacher Bläsern und der Böbinger Zithermusik ging es weiter im Programm, darauf folgte das Wertachtaler Glockenspiel aus Kaufbeuren. Der "Kuchaklang" aus Hohenfurch machte das Publikum mit der Polka namens „Leberkäs“ darauf aufmerksam, in der darauf folgenden Pause mal auf die Speisekarte zu schauen.

Nach dem Schongauer Männerchor, dem Zwoagsang aus Westendorf und der Steingadener Saitenmusik begrüßte auch Gauvorstand Florian Echtler alle Musikanten, Sänger und Zuhörer.

Danach traten das Peitinger Harfenduo, die Peitinger Sänger und der Böbinger Männerchor auf. Gefolgt von den Rottenbucher Bläsern und dem Bickenrieder Zwoagsang aus Kaufbeuren, die mit ihrer unterhaltsamen Art aufzutreten noch einige Lacher vom Publikum ernteten. Nachdem Gauvolksmusikwart Michael Fleschhut den offiziellen Teil beendete und einen guten Nachhauseweg wünschte, war aber noch lange nicht Schluss. Bis in die Nacht hinein musizierten und sangen die verschiedenen Gruppen weiter, so das sich das Länger-sitzen-bleiben auch musikalisch noch lohnte.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Steingaden wieder siegreich beim Wertungsplatteln

Die Plattler des "Almfrieden" Steingaden konnten wieder den Wanderpokal für den ersten Gruppensieger beim Lechgau-Wertungsplatteln gewinnen. Doch diesmal war es denkbar knapp, nur zwei Fehlerpunkte mehr hatte die Gruppe des gastgebenden Trachtenvereins Rottenbuch. Aufgeteilt in vier Altersklassen nahmen in der Gemeindehalle insgesamt 161 Einzelstarter teil und es gingen 22 Gruppen an den Start.

Den ganzen Tag über wurde den Wertungsrichtern Rupert Fischer, Markus Wühr, Veronika Bußjäger, Thomas Greisl, Ludwig Zehentbauer und Michael Killer ein starkes Leistungsfeld der Plattler und Dreherinnen im Lechgau gezeigt.

Regina Ressle aus Schongau  gewann in der Klasse 18 bis 24 Jahre den ersten Platz im Dirndldrehen  vor Anna Knappich, Hohenpeißenberg und Rita Bader, Peiting. Bei den jüngeren Plattlern setzte sich Franz Multerer, Peiting vor Tobias Linder, Hohenfurch und Thomas Eiler, Rottenbuch durch.

In der Klasse 25 bis 39 Jahren war Hedwig Probst aus Hofstetten die beste Dreherin und verwies Anni Ressle, Schongau und Sabine Schleich, Rottenbuch auf die Plätze zwei und drei. Bester Plattler in der Altersklasse zwei wurde Martin Probst, Hofstetten vor Johannes Linder, Hohenfurch und Florian Sanktjohanser, Hofstetten.

In der Klasse bis 50 Jahre gewannen Brigitte Kaindl, Hofstetten und Toni Nöß aus Steingaden. In der Klasse ab 51 Jahren konnte sich Willi Echter aus Hofstetten vor die immerhin noch drei weiteren Ehrenklassenteilnehmer setzen.

Nach dem Preisplatteln spielte die Musikkapelle Rottenbuch, so dass die Teilnehmer nach einem anstrengenden Wettkampftag den Abend noch mit dem ein oder anderen Tanz ausklingen ließen.

 

 

"Lehrer Vogl Medaille" für Ludwig Widmann

Eine große Ehre wurde Ludwig Widmann, Ehrenmitglied des bayerischen Trachtenverbandes, bei seinem 85. Geburtstag zuteil. Für seine großartigen Verdienste um die Trachtensache erhielt er die „Lehrer Vogl Medaille“ in Gold aus den Händen von Max Bertl, Vorsitzender des bayerischen Trachtenverbandes.

Bei einer Feierstunde im Gasthaus Dragoner würdigten Peitings Trachtenvorstand Franz Thiel, Lechgauvorstand Florian Echtler und Landesvorstand Max Bertl sein umfangreiches Lebenswerk. Zahlreiche Aufgaben und Ämter hatte Widmann inne. Als Vorplattler und Schriftführer war er im Peitinger Verein tätig, im Lechgau als Kassier und Gauvorstand sowie im bayerischen Trachtenverband als Schriftführer. Für seinen unermüdlichen Einsatz erhielt er schon zahlreiche Ehrungen, bis hin zum Bundesverdienstkreuz. Die jetzt verliehene „Lehrer Vogl Medaille“ ist aber eine ganz besondere Ehrung. Der Name der Auszeichnung ist nach dem Gründer der bayerischen Trachtenbewegung Josef Vogl benannt und wird äußerst selten vergeben. Ludwig Widmann ist erst der zweite Trachtler, der sich über diese Medaille freuen darf.

Bei einer gemeinsamen Brotzeit ließen der Jubilar und die anwesenden Gäste den Abend gemütlich ausklingen, unter der hervorragenden musikalischen Umrahmung durch die Unteregger Stubenmusi.

Stephan Schütz, Gaupressewart   

 

Vorplattler lernen Volkstänze

In Rott trafen sich die Vorplattler und Dirndlvertreterinnen des Lechgaues zu Ihrer Frühjahrsbesprechung  und  –probe. Nachdem die Plattlergruppe der „Rottbachtaler“ ihr Können zeigte gab Gauvorplattler Matthias Strauß bekannt, dass nun zur Abwechslung mal wieder Volkstänze auf dem Programm stehen. Mit Josef Häusler aus Kaufbeuren hatte er auch einen erfahrenen Volkstänzer dabei, der den anwesenden Vorplattlern und Dirndlvertreterinnen die verschiedenen Figuren und Schritte zeigte und mit ihnen zusammen ausprobierte.

Penzberger Mazurka, Alewander und Hans Adam - so hießen die drei Tänze, die Häusler im Gepäck hatte und allen Mittänzern großen Spaß bereiteten. 

Außerdem gab Strauß bekannt, dass in der Herbstprobe wieder Neuwahlen anstehen, und ein neuer zweiter Vorplattler sowie eine zweite Dirndlvertreterin gesucht werden müssen, da sich die beiden bisherigen Hans Benedikt und Christiane Balzarek aus ihren Ämtern zurückziehen wollen.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Von der richtigen Frisur zur Tracht

Wie binde ich einen perfekten Haarknoten, damit der Trachtenhut gut sitzt, was ist der Unterschied zwischen einem Franzosenzopf und einem Fischgrätenzopf? Diese und noch viele weiteren Fragen zum Thema Trachtenfrisuren gingen zahlreiche interessierte Frauen und Mädchen aus dem Lechgau mit Gautrachtenwartin Christl Wagner nach. Bei einem ungezwungenem Abend im Schongauer Trachtenheim Helgoland konnten die Teilnehmerinnen mit der Hilfe von Birgit Multerer, Regina Ressle und Christine Graf neue Frisuren und Techniken  erlernen und auch gleich gegenseitig ausprobieren, so dass die weibliche Haarpracht zu Tracht und Dirndl in Zukunft perfekt sitzt. 

Gaupressewart Stephan Schütz

 

Volksmusikanten haben einiges vor in 2012

Unter der Leitung von Gauvolksmusikwart Michael Fleschhut trafen sich die Volksmusikbeauftragten der Lechgauvereine im Gasthof Keppeler in Peiting zu ihrer jährlichen Zusammenkunft. Nachdem man das vergangene Jahr Revue passieren ließ, wurden die Termine für das laufende Jahr besprochen.  Höhepunkt des vergangenen Jahres war sicherlich die Rundfunkaufnahme aller Männerchöre des Gaues in Böbing. Auch das Jahr 2012 bietet ein umfangreiches Programm für alle Volksmusikinteressierte. Schon am Samstag, 10. März spielt die Lechgaukapelle im Hofbräuhaus zur Unterhaltung auf. Am Samstag, 5. Mai findet dann das jährliche Lechgausingen und -musizieren in Peiting statt. Auch die Jugend trifft sich wieder zu einem gemeinsamen Singen. Diesmal am Samstag, 19. Mai in Stoffen. Ein besonderes Schmankerl wird sicherlich an Mariae Himmelfahrt, 15. August stattfinden, anlässlich der Glockenweihe der Hohenpeißenberger Wallfahrtskirche wird am Abend ein Benefizsingen stattfinden. Das Jahr der Volksmusikanten wird mit einem schönen Adventsingen beendet, das am Sonntag, 2. Dezember in  der Pfarrkirche Stoffen stattfindet. Bei der Besprechung waren auch die beiden Gauvorstände Florian Echtler und Anton Auer anwesend und zeigten damit, welch hohen Stellenwert die Volksmusik im Lechgau hat.

 

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

 

 

Lechgaujugend feiert im Hohenfurcher Hexenkessel

Über 180 Jugendliche aus den Lechgauvereinen feierten im Hohenfurcher Schönachhof zusammen Fasching. Dieser war als gruselige Hexenhöhle dekoriert. Zu den Klängen der Roatenbuacher Bauramusi schwangen die maskierten Jungtrachtler eifrig das Tanzbein. Auch zeigten die teilnehmenden Jugendgruppen vie Phantasie bei ihren Kostümierungen. Ein ganzer Bienenschwarm aus Hohenpeißenberg schwirrte im Saal umher, die Schongauer kamen als OP- Ärtze und Patienten, Schneewittchen und die sieben Zwerge  aus Peiting, sowie Hippies aus Apfeldorf bevölkerten den Saal.

Das Hohenfurcher Prinzenpaar mit Garde stattete den Trachtlern einen Besuch ab und trieben mit Gardemarsch und Showtanzeinlage die Stimmung in die Höhe. Auch die Steingädner Jugendgruppe zeigten eine Einlage. Sie führten eine Verhandlung des königlich bayerischen Amtsgerichtes auf, bei der die beiden Gaujugendleiter Martin Probst und Birgit Nöß zum Anstimmen eines Stimmungsliedes verurteilt wurden. Die Hohenfurcher, alle als finstere Gestalten aus der Unterwelt maskiert, zeigten den Gästen einen Strumpfhosentanz bei Nebel und Schwarzlicht. 

Stephan Schütz, Gaupressewart 

 

Dreikönigssitzung als Startschuss zum 90. Lechgaufest in Hofstetten

Der Lechgauausschuss traf sich zu seiner traditionellen Dreikönigsitzung heuer im Gasthof Hipp in Hofstetten, um die Termine für das Jahr 2012 zu besprechen.

Wie jedes Jahr stehen dem Lechgau etliche Veranstaltungen ins Haus. Der maskierte Volkstanz in Hohenfurch, das Gausingen in Peiting und der Gaujugendtag in Steingaden sind nur einige davon. Höhepunkt des Trachtenjahres ist aber das Lechgautrachtenfest in Hofstetten.

Dies findet am 14. und 15 Juli dieses Jahres statt. Hofstettens Vorstand Sepp Probst informierte bei der Sitzung die Mitglieder des Ausschusses umfassend über den Planungstand des großen Trachtenfestes.

So macht ein Standkonzert am Samstagabend den Auftakt vor dem großen Gauheimatabend im Festzelt. Dort präsentieren sich dann alle Gauvereine mit ihren Tänzen und Plattlern vor dem hoffentlich vollen Festzelt.

Der Festsonntag startet in der Früh mit einem Weckruf. Am Vormittag marschieren die anwesenden Trachtenvereine dann im Kirchenzug zum Gottesdienst. Am Nachmittag findet als Höhepunkt ein großer Festzug durch den Ort statt, bei dem zirka 50 Trachtenvereine, 20 Musikkapellen und Trommlerzüge sowie 12 Festwagen beteiligt sein werden. Am Abend wird dann die Lechgaukapelle zum Festausklang im Zelt spielen.

Da bleibt es den Gastgebern aus Hofstetten nur noch zu wünschen, dass auch Petrus mitspielt und dem Festwochenende ein schönes Wetter beschert.

 

 

Stephan Schütz, Gaupressewart