Sachgebiet Presse – Ein kurzer Überblick

Da die bayerischen Trachtler den Vorteil und die Notwendigkeit einer eigenen Pressearbeit schon sehr früh erkannten, wurde der Heimat- und Trachtenbote bereits 1927 als Mitteilungsblatt und Sprachrohr ins Leben gerufen.Der Lechgau reagierte relativ schnell auf diese Entwicklung, und erweiterte seinen Gauausschuss um das Amt des Pressewartes.  Das Sachgebiet Presse ist somt das zweitälteste im Gau. Vinzenz Riedle aus Epfach übernahm damals das neu gegründete Amt und führte es 42 Jahre lang aus, bis er 1970 bei einem Autounfall ums Leben kam.

Danach wurde Hans Schropp aus Peiting in dieses Amt gewählt. In seiner Ära bis 1988 erweiterte sich das Aufgabengebiet des Pressewarts von einem Berichterstatter nur für die Trachtenzeitung zu einem Ansprechpartner und freien Mitarbeiter für die lokalen Tageszeitungen. In dieser Zeit brachte der Lechgau zu seinem 80. Geburtstag eine reich bebilderte Gauchronik heraus.

Als Rosi Geiger aus Epfach (jetzt Apfeldorf) 1989 das Amt übernahm, legte sie ihren Schwerpunkt auf die Öffentlichkeitsarbeit, ohne jedoch die Pressearbeit zu vernachlässigen. Auch in ihrer 20jährigen Amtszeit hat sich einiges getan. Sie wechselte von der klassischen Photographie zur digitalen Technik, was die Arbeit im heutigen Multimediazeitalter um einiges erleichtert. Ein interesannter Querschnitt ihres Photoarchives lässt sich in ihrem 2008 herausgegebenen Bildband „Nei’gschaut in Lechgau“ bewundern.

Nach zwanzig Jahren Pressearbeit beendete Rosi Geiger 2009 ihr Amt, und Stephan Schütz aus Peiting wurde als ihr Nachfolger gewählt.

Zum Schluss ist noch zu erwähnen, dass dieses Amt nun schon seit über 80 Jahren im Lechgau besteht, und es bis jetzt nur vier Verantwortliche Personen für dieses Amt gibt.

Auch der Heimat und Trachtenbote wird im Lechgau relativ fleißig gelesen, denn es werden 500 Zeitungen abboniert, obwohl der Lechgau zu einem der kleinsten unter den 25 bayerischen Trachtengauen zählt.

 

Peiting, den 11.März 2010

Stephan Schütz, Gaupressewart